In dieser Rubrick werde ich eher längere Projekte behandeln,da die Einträge sonst zu lange wären.
THE RING UNIVERSUM (2005) e-m-s

Jeder der mich kennt, weiß dass ich japanische Filme liebe. Dieses Schmuckstück ist leider mittlerweile vergriffen, man kann sie eventuell noch gebraucht besorgen.
Alles nahm seinen Anfang mit der Buchreihe von Koji Suzuki. Die Trilogie begann 1991, in Deutschland kam sie erst 2003 in die Bücherläden. In Japan sehr erfolgreich, verschwand sie in Deutschland wieder schnell in der Versenkung.
1995 wurde der erste Versuch gestartet, den Stoff den Suzuki geschaffen hat, in einem Fernsehfilm zu verarbeiten. Nah am Buch orientiert, konnte sich die Masse nicht für den Film begeistern. Er wurde als gewöhnlicher Teenager-Slasher abgetan.
1998 nahmen sich Drehbuchautor Takahashi Hiroshi und Regisseur Hideo Nakata den Stoff zur Brust und verarbeiteten ihn, mit einigen Veränderungen, zu einem Langfilm. Er wurde ein riesiger Erfolg und war ein Meilenstein des asiatischen Horrorfilms. Es wurde daraufhin eine 12-teilige Serie veröffentlicht, die sich wiederum an der Buchvorlage orientierte. Sie war misslungen, genauso wie das 1999 Remake des Filmes aus Korea. 2000 kam Ring 2 und konnte an den Erfolg des ersten Films anknüpfen.
Der Erfolg der Ringu-Filme blieb natürlich nicht ungesehen von der Welt. Als er nach Amerika kam, reagierten die Amis auf ihre eigene Weise: sie drehen den Film nochmal, mit US-Schauspielern, um ihn zugänglicher für die Masse zu machen. Auch hier wurden einige Modifikationen vorgenommen um einen abendfüllenden Hollywood-Blockbuster zu erschaffen. Weltweit wurde das amerikanische Remake vom ersten Teil ein riesen Erfolg, das war 2002. Daran knüpfte auch der zweite Teil, welcher 2005 rauskam. Durch die gruselige Atmosphäre und die tragische Geschichte um das Mädchen aus dem Brunnen, die aus Rache Menschen umbringt, wird zur urbanen Legende, Stoff für Parodien und letztendlich zur Ikone.
Der einzige Band der nie verfilmt wurde, war der dritte Teil mit dem Titel Loop- the Ring III. Niemand traute sich an den Stoff ran, da er nicht so wie seine beiden Vorgänger ein gängiges Schauermärchen erzählte, sondern ein Science-Fiction Thriller wurde. Dieses Buch gilt bis heute noch als unverfilmbar.

Kommen wir nun zu den Filmen!
THE RING – DAS ORIGINAL (1998)
Reiko Asakawa, eine Reporterin, hört von einem Videoband, welches angeblich Menschen tötet. Ihre Nichte starb vor kurzer Zeit grausam mit angstverzerrtem Gesicht an einem Herzinfarkt. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf ein Ferienhaus in dem eine Gruppe Jugendliche übernachtet haben – alles Freunde der Nichte und wie der Zufall es will, bereits verstorben. Sie sieht sich das Videoband an, plötzlich klingelt ihr Telefon. Eine kindliche Stimme am Hörer sagt ihr sie habe nur noch Sieben Tage zu leben. Mit der tatkräftigen Hilfe ihres Exmannes Ryuji Takajama versucht sie den schrecklichen Fluch zu brechen.
Ein intensiver Horrorfilm welcher es schafft ohne viel Bluteffekte, einem das fürchten zu lehren.
9/10 Punkten
THE RING 2 (1999)
Der zweite Teil knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils. Ryuji ist tot, die Kopie des Videos hat Reiko scheinbar gerettet. Allerdings ist sie verschwunden. In dem Brunnen unter dem Ferienhaus, welcher 30 Jahre verschlossen war, wurde eine Leiche gefunden. Sie wirkt allerdings, als wäre sie erst vor einer Woche gestorben. Der Name der Toten: Sadako Yamamura. Sie ist der Ursprung des Videofluches. Journalist Okazaki und die Studentin Takano stellen Nachforschungen an. Dabei kommt heraus, die Kopie des Videos rettet zwar vor dem sicheren Tod, aber der böse Schatten Sadakos schwebt immer noch über den Köpfen der Eingeweihten.
Die Fortsetzung ist zwar nicht mehr so gut wie der Vorgänger, löst aber immerhin alle Fragen die im ersten Teil offen blieben.
6/10 Punkten
THE RING 0 (2000)
Dieser Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Koji Suzuki Namens The Ring Birthday.
Er erzählt die Vorgeschichte von Sadako Yamamura und spielt 30 Jahre vor der Handlung von The Ring. Shizuko Yamamura ist Sadakos Mutter. Sie war ein Medium und wurde vor Jahren in der Öffentlichkeit als Hochstaplerin bezichtigt. Seitdem leben die beiden zurückgezogen. Als die Journalisten,die damals in dem Fall verwickelt waren nacheinander auf mysteriöse Weise sterben, werden Nachforschungen eingeleitet. Die Spuren führen alle zu der schüchternen, jungen Frau Sadako. Doch sie hat ganz andere Probleme: In der Schule ist sie durch die Geschehnisse sehr eingeschüchtert und dementsprechend unbeliebt bei ihren Mitschülern. Als sie auch noch in der Theatergruppe beitritt, trifft sie auf sehr viel Unmut. Doch auch dort beginnen bald unerklärliche Phänomene.
Ich bin ehrlich. Der Film ist einfach schlecht und langatmig. Aber dort wird zum ersten mal gezeigt wie Sadako Yamamuras Vergangenheit war und wie die Geschehnisse ins laufen kamen. Der Vollständigkeits halber sollte man ihn gucken.
3/10 Punkten
THE RING – SPIRAL (1995)
Der Pathologe Mitsuo Ando hat die Leiche seines früheren Studienkollegen Ryuji Takayama auf den Siziertisch eingeliefert bekommen.Bei der Obduktion entdeckt er einen Tumor, sowie einen mysteriösen Zettel mit den Ziffern 1 7 8 1 3 6. Der Code ergibt das Wort „Ring“. Langsam kommt Mitsuo hinter die Geschehnisse und die Todesfälle durch das Videoband. Seine Kollegen erkennen, dass der Fluch auf einem Virus basiert, welches aus einer Verschmelzung des Pocken-Virus und Sadako Yamamuras DNA besteht.
Der Film soll der Abschluss der Reihe sein. Er ist so dermaßen schlecht, ich habe ihn nie zu Ende geguckt. Das passiert mir echt selten.
1/10 Punkten
Insgesamt lässt sich sagen, von der Haupthandlung her, sind die japanischen Originale definitiv besser als die amerikanischen. Sie sind langsam, schleichend und nicht Effekt belastet. Der Horror findet eher im Kopf statt. Das Setting wirkt farbentsättigt, fast schon steril, was ein beklemmendes Gefühl auslöst.
Japanische Filme sind nicht für jeden etwas. Auffällig sind immer wieder die schlechten Übersetzungen und unpassende deutsche Synchronstimmen. Auch die eher zurückhaltend wirkende Darstellungskunst der Schauspieler ist eher ungewöhnlich. Es ist halt eher fremd und deplaziert in der westlichen Welt, allerdings findet sich das in jedem Film aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Wer die amerikanischen Remakes mag und bereit ist seinen Horizont zu erweitern, dem kann ich das Original ans Herz legen. Vor allem weil die Geschichte sehr ausgedünnt wurde und es wesentlich mehr Tiefe in den Charakter Sadako/Samara bringt. Der Hintergrund ist wahnsinnig interessant und macht alles nur noch tragischer und verzwickter.
Wer Bock drauf hat solls machen. Wer nicht, dann halt nicht.