
Die Blutgräfin ist als eine der schrecklichsten Serienmörderinnen der Welt in die Geschichte eingegangen.
Aber was ist dran an dem Mythos der grausamen Elisabeth Báthory?
Die Gräfin wurde 1560 in Ungarn geboren, mit 14 Jahren heiratete die den Fürsten Ferenc Nádasdy II., später durch seine berühmten Feldzüge als „schwarzer Ritter“ bekannt. Während ihr geliebter Gemahl in den Krieg zieht, lässt er Báthory alleine auf der Burg Čachtice mit ihren Bediensteten, endlosen Ländereien und dem Prunk des spätmittelalterlichen Lebens. Die gelehrte und gescheite Adelige ist langweilig, so suchte sie stets nach Zerstreuung. Sie vergnügt sich mit ihren Dienerinnen, lebt ihre sexuellen und gewalttätigen Fantasien aus, bis hin zu bizarren Ritualen und Schwarzer Magie. Als Ferenc schließlich an einer Krankheit stirbt, lebt sie ihre Mordlust immer ungezügelter aus. Stets getrieben davon ihr blasses jugendliches Aussehen zu erhalten, badet sie in dem Blut ihrer Opfer, was dazu führt ,dass die einfachen Leute denken das sie ein Vampir ist. Ein Vetter Elisabeths, Graf Gyorgy Thurzo, dem sie schon lange ein Dorn im Auge war, nutzte die Gelegenheit und die Unsicherheit der einfachen Leute um Báthory schließlich wegen mehrfachen Mordes anzuklagen. Schließlich wurde 1610 Burg Čachtice gestürmt und die Gräfin unter Hausarrest gestellt. Ihre Letzten Tage verbrachte sie, eingemauert in ihrem Schlafgemach, wo nur ein kleines Loch in der Mauer sie mit der Außenwelt verband. Vier Jahre später, 1614, verstarb sie in der Gefangenschaft. Sie Hinterließ drei Kinder, wovon zwei das Erbe unter sich aufgeteilt haben.
Historisch könnte belegt werden, das Elisabeth Báthory einfach nur exzessiver mit den Bestrafungen war als jeder andere Adelige. Viele Details der Anklage waren zudem frei erfunden worden um sie aus dem Weg zu räumen. Sie fiel einer Politikinrige zum Opfer.
Erzählt von einem alten Mönch wird der Film in drei Teile eingegliedert: Ferenc, Darvulia und Thurzo. Drei Namen die das Leben von Elisabeth Báthory maßgeblich beeinflusst haben. Jeder von ihnen ist an dem scheitern ihrer Existenz mitverantwortlich. Einziger Lichtblick ist der italienische Maler mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre beginnt.
Der Film bietet mehrere Varianten des Mythos der Blutgräfin, ohne dabei eine Meinung zu bilden oder überladen zu wirken. Er gibt keine konkrete Antwort und mischt Fakten mit Fiktion, um eine Interpretation zu erschweren. Somit bleibt er mit seiner 134 Minuten Länge immer spannend, sehr atmosphärisch und unterhaltsam.
8/10 Punkten








