NAKED WEAPON (2002) mccone 

Ich und der Film

Die mysteriöse Organisation um die nicht minder mysteriöse Madame M entführt weltweit begabte Kinder um sie zu Profi-Assassinen auszubilden. Unter ihnen das Trio Charlene, Katt und Jing. Von klein auf gedrillt werden die Mädchen Jahre später frei gelassen um Jobs zu erledigen. Sie verdienen massig Geld, jetten um die Welt um Mafiabosse zu verführen, um sie schließlich lautlos zu exekutieren. Ein CIA-Agent namens Jack Chan ermittelt schon lange gegen die Machenschaften von Madame M. Er hat stets im Dunkeln getappt ,bis er schließlich auf Charlene trifft und sich in sie verliebt. Charlene kommt in einen Konflikt, denn ihre Chefin duldet keine einzige Gefühlsregung; entscheidet sie sich für Chan muss sie ihre komplette Vergangenheit hinter sich lassen und die Organisation verlassen.

Von klein auf hart trainiert, gedrillt und zur Höchstform optimiert; so sah die Kindheit bzw. Jugendzeit der drei jungen Frauen aus. Lange isoliert auf einer nicht lokalisierbaren Insel, in den Händen der grausamen Madame M, den einzigen Trost den die Mädchen hatten, war die Freundschaft untereinander. In der wahren Welt galten die Mädchen lange als vermisst, nun sind sie mit neuen Identitäten wieder da. Aber nicht um ein normales Leben zu führen, nein, sondern um gezielt Menschen auf kreativste Weise zu töten um Profit zu generieren.

Der einzige der die Zusammenhänge zwischen den Vermisstenfällen und Madame M sieht ist Jack Chan. Mit seiner tollpatschigen Art findet er Charlene, sie verlieben sich ineinander. Für sie ist er der erste Mann der ihr wohlgesonnen ist. Allerdings kann Charlene niemandem trauen, außer ihrer besten Freundin Katt, für ihre Freundschaft würden beide über Leichen gehen. 

Naked Weapon ist ein Martial Arts-Thriller mit geballter weiblicher Power. Die netten Vorzüge der leicht bekleideten Damen und die verdammt coole Choreografie der Kämpfe lässt über die recht dünne Story hinwegsehen. Das anfängliche Drill-Camp verwandelt sich gegen Mitte des Films zu einem Thriller und wandet sich im letzten Drittel zu einem Gefühlsdrama; zu viele Wandlungen für nur 90 Minuten Film. Man wusste anscheinend nicht so ganz wohin der Film führen sollte und hat vorsichtshalber mal alles hineingepackt. Sowas erwartet man nicht bei einem hundsgewöhnlichen „Kampffilm“. Wer sich aber dennoch für detailverliebte Stunts und kreative Tötungsmethodik interessiert wird es nicht bereuen ihn zu gucken. Vorallem weil Maggie Q definitiv eine Augenweide ist.

Ein Film mit einigen Schwächen, allerdings sehr schön insziniert mit tollen Kampfszenen.

5/10 Punkte

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