
Die Psychologin Catherine kann mit Hilfe einer speziellen Machinerie in das Bewusstsein von ihren Patienten eindringen. Sie hat sich bisher nur mit komatösen Kindern beschäftigt, doch jetzt wird ihr neuester und gleichzeitig schwerster Fall eingeliefert: der schwer gestörte Serienmörder Carl. Als er gefasst wurde, kam bald ans Licht dass er sein letztes Opfer noch nicht getötet hat. Sein Schema ist immer dasselbe; in einer kleinen Zelle werden junge Mädchen eingesperrt, danach füllt sich die Vorrichtung mit Wasser, sodass sie ertrinken. Währenddessen wird das Martyrium der Frauen mit Kameras gefilmt. Letztendlich nimmt er die Leiche und schändet sie während er die Filme schaut. Catherine begibt sich in die Wahnwelt des Psychopathen und findet seine Opfer als Sexmarionetten wieder. Gleichzeitig wird ihr bewusst, er ist nicht einfach so zum Mörder geworden, seine brutale Vergangenheit trieb ihn dazu.
Carl wurde schon als Kind schwer misshandelt. Sein brutaler Vater machte ihn zu dem der er heute ist – ein misogyner Psychopath. Seine Traumwelt ist bizarr, grellbunt und gewaltätig. Zwischen Sex und Gewalt scheint er eine gespaltene Persönlichkeit zu besitzen, beide Persönlichkeiten treffen auf Catherine. Sie versucht an die gute Seite von Carl zu appellieren, da dem letzten Opfer nur noch wenige Stunden zum Überleben bleiben. Tatkräftig wird sie von dem FBI-Agenten Peter Novak untersützt, der zwar nicht viel von der „Traummaschine“ und dem Therapieansatz von Catherine hält; bis er selbst in das Bewusstsein von Carl einsteigen muss um Catherine zu retten.
In The Cell treffen zwei Welten aufeinander: Realität und Traum. Durch die entwickelte Technologie lassen sich nicht nur Träume aufzeichnen, sondern der Therapeut kann in das Bewusstsein des Patienten vordringen und mit diesem Interagieren. Ein absoluter Durchbruch der Psychotherapie. Aber umso gefährlicher wird es wenn man in die Welt eines perverser Serienmörders eindringt, der über seine Gedankenwelt herrscht wie ein Gott. Kann ein normal sterblicher Mensch, einen Gott in seiner eigens kreierten Welt besiegen?
Dieser Film ist mit 105 Minuten schon bald zu kurz. Ich konnte mich kaum satt sehen an den wünderschönen und derart bizarren Bildern. Die Story ist eigentlich nichts neues, bis auf ein Detail; die Therapie-Maschine. Es ist einfach unglaublich spannend zu sehen wie es in den Köpfen der Menschen wirklich aussieht. Und mit dieser Unwissenheit spielt The Cell indem es eine unreale, verwirrende und groteske Welt erschafft. Die Leistungen der Schauspieler ist super. Besonders Vincent D´Onofrio, der wieder als Psychopath herhalten muss. Dieser Film ist eigentlich so bizarr und unbeschreiblich gut, man muss ihn gesehen haben!
Ein fesselnder Thriller, mit „das Schweigen der Lämmer“- Charme
9,5/10 Punkte