BELLFLOWER (2011) Deadline – störkanal Edition

Ich und der Film

Woodrow und Aiden sind beste Freunde. Und was machen beste Freunde? Ja, sie bereiten sich gemeinsam auf die kommende Apokalypse vor! Ein getunter Wagen, Sprengfallen und ein selbstgebastelter Flammenwerfer, das Team „Mother Medusa“- so verbringen Sie ihre gemeinsame Zeit. Bis sie eines Tages auf eine Party gehen und beide Mädchen kennenlernen. Ab dort beginnt ein Strudel der Gewalt, Verrat und Sex, den alle in den Abgrund reißt.

Männerfreundschaften funktionieren nur so gut, bis Frauen ins Spiel kommen. Vor allem bei den Beiden Freaks. Sie verbringen die meiste Zeit damit Mad Max-Szenarien nachzuspielen, Waffen zu basteln, sich vorzubereiten auf das Ultimative Ende der Welt. Für Mädchen und Parties ist da nicht viel Platz. Es kommt wie es kommen muss. Einer fühlt sich übergangen von dem Anderen. Sie betrügen sich gegenseitig, werden Paranoid und zerstören sich; und auch die Vision von ihrer imaginären Welt die sie sich erschaffen haben.

Außergewöhnlich Nihilstisch, nicht viel Platz für Freude, nur Debris. Das dachte ich als ich den Film gesehen habe. Das Szenario ist dreckig, scheut sich nicht davor die schlechten Seiten des Lebens zu zeigen. Ungeschönt wird Sex dargestellt, die Liebe ist ein Schlachtfeld, der Untergang der Freundschaft reißt im apokalyptischen Pranken um sich. Für die beiden Jungs ist letztlich Die Welt untergegangen, oder doch nicht? Es mischen sich Psychosen, Halluzinationen, Wunschvorstellung und brutale Realität miteinander. Keiner weiß mehr was Wahrheit ist oder Fiktion. Diesen Film einem Genre einzuteilen ist sehr schwer. Irgendwas zwischen Coming-age-Drama, Thriller oder Roadmovie. Nur eins ist er definitiv nicht – Romantisch.

Schicker Film der im Gedächtnis bleibt, allerdings ist das einer der Filme, die man einmal guckt, ihn gut findet, aber nicht noch mal schaut.

7/10 Punkte

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