
Der Amerikaner Zed reist mach Frankreich um seinen alten Kollegen Eric zu treffen. Eric hat ihn nicht umsonst nach Paris bestellt: Er plant einen Bankraub. Zed ist ein Virtuose im Safeknacken. Doch bevor der Coup losgeht ,steigt Zed in ein Hotel ab und lässt sich von einer Prostituierten verwöhnen. Die hübsche Zoe hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihm. Daraufhin stört Eric die vertraute Zweisamkeit, da er Zed in das Pariser Nachtleben nahebringen möchte. Dabei lernt er die Bande kennen mit denen er ausgerechnet am darauffolgenden Tag den Raub begehen soll. Es ist ein planloser Haufen Leute -Alkoholiker, Drogenabhängige- die für ein bisschen Kohle selbst ihre eigene Seele verkaufen würden. Am nächsten Morgen stürmen sie die Bank, die Geiseln werden nach und nach von der Truppe niedergemetzelt. Unter den wenigen Überlebenden findet Zed Zoe wieder. Der psychopathische Eric zwingt Zed weiter zumachen, ihn Plagen Gewissensbisse, er muss sich entscheiden auf welcher Seite er stehen will.
Ein Fremder in der Stadt der Liebe. Zed findet in Zoe eine Seelenverwandte, obwohl er nur ein paar Stunden mit ihr verbracht hat. Doch dann kommt Eric wieder, der durchtriebene vom Leben gezeichnete alte Freund. Das Pariser Nachtleben verwandelt sich in einen verstörenden Drogenexzess, keiner der Betroffenen kann mehr zwischen Halluzination und Realität unterscheiden. Noch schlimmer, es gibt nicht mal einen Plan für den geplanten Bankraub! Verkatert und total zerstört wird einfach hirnlos mit der Waffe draufgezielt, alles was sich (noch) bewegt. Das ist nicht Zeds Stil und er verweigert das Töten, seine Zeit kommt erst wenn er im Keller den Safe knackt. Er sucht gleichzeitig nach einem Ausgang um nicht mehr bei dieser Bande sein zu müssen.
Killing Zoe basiert auf dem selben Drehbuch wie Natural Born Killers. Aber da Tarantino nichts mit dem Meisterwerk von Oliver Stone zu tun haben wollte, ist er bei diesem Film als Produzent vertreten. Es gibt gewisse Parallelen zu den beiden Filmen. Leider ist Killing Zoe unter dem Medienrübel um Natural Born Killers untergegangen. Wenn man den nervigen „Akzent“ von Zeds deutschen Synchro ignoriert, die einen an einen gewissen Howard Carpendale erinnert, kann der Film sehr unterhaltsam sein. Man muss nicht nachdenken sondern einfach beschallen lassen.
Viel zu sagen gibt es dazu nicht, man muss ihn einfach geguckt haben!
9/10 Punkte