Jack Ketchum’s EVIL (2007) FILM CONFECT

Ich und der Film

Nach dem tödlichen Unfall ihrer Eltern, müssen Meg und ihre jüngere Schwester Susan zu ihrer Tante Ruth ziehen. Ruth hat selbst mir drei vorpubertären Söhnen zu kämpfen. Der Nachbarsjunge David ist auch öfters bei ihnen und heimlich in Meg verliebt. Die völlig überforderte Mutter lässt ihren Frust an den Mädchen aus, besonders an Meg. Doch es kommt noch schlimmer, als Ruth schließlich einen Einwand findet um die arme Meghan weiter zu demütigen und misshandeln. Sie wird in den Keller gesteckt und nicht nur von ihren Cousins gequält, sondern auch von den Nachbarskindern.

Ruth ist eine schreckliche Mutter. Sie säuft, raucht und flucht vor ihren Kindern. Außerdem stiftet sie sie auch an sich mit zubesaufen. Natürlich färbt dieses Verhalten ab. Ihre Kinder sind gemein, grausam, eher sogar Sadisten. Immer suchen sie eine Gelegenheit ihre Cousinen zu quälen.

Und kennt ihr die Story? Ja? Nein? Vielleicht? Die Geschichte basiert tatsächlich auf dem Fall Sylvia Likens aus dem Jahre 1965. Der große Horror-autor Jack Ketchum verarbeitete den Stoff für den Roman Evil. Deshalb finden sich leichte Abänderungen zum Originalfall. Die Ereignisse wurden im selben Jahr in dem Film An American Crime zusammen gefasst, die auf dem richtigen Fall basieren. Trotzdem nochmal zurück zu Evil. Er lässt einem nicht viel Fantasie oder Luft zum Atmen, sehr brutal und erbarmungslos schmettert er sich in die Köpfe der Zuschauer. 91 Minuten lang schaut man dem Martyrium des jungen Mädchens zu und fragt sich letztendlich: Warum?

Die Enscheidung zwischen An American Crime und Evil ist wirklich schwer, beide sind sehr gut und greifen ein sehr schwieriges Thema auf. Vom Aufbau her sind beide gleich, allerdings ist Evil ein Stückchen brutaler, wirkt sich auch auf die FSK-Prüfung aus. Die 18-er Plakette ist vollkommen berechtigt.

8/10 Punkte

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