A TALE OF TWO SISTERS (2003) e-m-s

Ich und der Film

Die Schwestern Su-mi und Su-yeon kommen nach einem längeren Psychiatrieaufenthalt zurück zu ihrem Vater, welcher ein schönes Haus am See hat. Der vorzeitige Tod der Mutter war der Auslöser für den Aufenthalt. Begrüßt werden sie von der neuen Frau an der Seite des Vaters, allerdings verhält sich die ältere Su-mi eher feindselig und die junge Su-yeon geht auf Abstand. Nicht einmal eine Nacht ist im Haus vergangen und es passieren merkwürdige Sachen, es scheint so als ob ein Wesen, vielleicht sogar ein ruheloser Geist sein Unwesen zu treiben und es auf die Familie abgesehen zu haben.

Eine ewige Geschichte: die Kinder mögen die neue Frau von Vater nicht, die Frau mag die Kinder nicht, deshalb quält man sich solange untereinander wie es nur geht. Der Vater spielt oberflächlich keine große Rolle, allerdings merkt man, dass mit dem Verhältnis von ihm und seiner ältesten Tochter irgendwas nicht stimmt. Sowieso ist die Grundstimmung sehr beklemmend sobald man Einblick in das Haus bekommt. Und was hat es mit diesem riesigen gruseligen Kleiderschrank auf sich?

Beunruhigend. So würde ich den Film beschreiben. Bis zum Ende weiß man eigentlich nicht was dort eigentlich los ist, aber die Atmosphäre ist der Hammer! Allerdings hat er mit 110 Minuten auch in gewisser Weise seine Längen drin, aber die braucht der Film auch. Er baut sich nicht auf, es bleibt konstant düster und mysteriös, er verzichtet vollkommen auf Blut und unnötige Jumpscares. So stellt man sich ein gutes asiatisches Schauermärchen vor!

Atmosphärisch Dichter Asia-Horror mit schockierenden Ende. Kann man sich zu gute tun.

8/10 Punkte

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