
Soldat Wendel dient im 2. Weltkrieg. Er ist frustriert, sein Leutnant stellt ihn immer aufs neue bloß. Seinen Frust wird er nur durch Mastrubation los. Seine Vorlieben werden immer ausgefallener. Als er schließlich eine fette Bauersfrau schwängert, ebnet er den Weg für die nächste Generation. Sein Sohn widmet sich dem unappetitlichen Leistungssport des Wettessens zur Sowjet-Zeit. Aber auch er zeugt einen Nachkommen. Dieser Sohn, lebt mit seinem komplett verfetteten Vater und gefühlt ein halbes Dutzend Katzen in einem Haus. Während der fette Vater die Katzen artgerecht mit Butter füttert, widmet sich der Sohnemann seinem Hobby, dem ausstopfen von Tieren.
Drei Generationen, alle haben eins gemeinsam: sie versuchen ihre innere Leere zu füllen. Der eine ist Pyromane, der Andere frisst sich kaputt und der Letzte präpariert Tiere und erfreut sich an deren Gesellschaft. Alle wurden von ihren Eltern nicht geliebt, sind emotional und psychisch labil und entwickeln absurde Präferenzen.
Sehr grotesk gestaltet, mit einer dicken fetten Prise Satire, erschuf György Pálfi ein geschmackloses Drama, was witzig ist, aber gleichzeitig extrem schockierend. Die Absurdität, die Sinnlosigkeit und die gewollt Geschmacklose Darstellung machen diesen Film einzigartig.
Wenn man die 120 Tage von Sodom, das große Fressen, Delikatessen und Amélie in einen Topf wirft, kommt Taxidermia heraus. Es ist ein absoluter Kunststreifen, der gewollt Proviziert und gekonnt 90 Minuten auf Trab hält. ACHTUNG! Zartbeseitete und nicht absolut Magenresistente Menschen sollten ihn nicht gucken!
6/10 Punkte