
Esther hat alles was man sich wünschen kann: Sie ist erfolgreich, hat viele Freunde und einen Mann der sie über alles liebt.
Das ändert sich alles schlagartig, als sie einen Unfall hat und sich eine Fleischwunde zuzieht. Sie spürt kaum Schmerzen und entwickelt eine geradezu obsessive Passion dafür ihre Wunde immer wieder aufs neue zu öffnen und daran rumzuspielen. Die kleine Wunde reicht ihr nicht mehr und sie fügt sich immer weitere Wunden zu ,um sich an ihrem rohen Fleisch und dem frischen Blut zu erfreuen.
Langsam verliert Esther durch ihr widerwärtiges Hobby den Bezug zu sich und auch zu ihrem Umfeld. Ihre Freunde finden es merkwürdig, ihr Freund ist zu Tode besorgt, während sie sich weiter zurückzieht ,um sich voll und ganz ihrer Körperverstümmelung zu widmen.
Marina de Van ist nicht nur als Hauptrolle zu sehen, sondern hat auch die Regie geführt. Sehr langsam und ruhig erzählt, verfällt niemals in stumpfes Zerhacke, ist dieser Film ein Psychogramm einer tod unglücklichen Frau. Sehr sensibel und intelligent geführt, ist er eher mit seine 94 Minuten etwas was man alleine schauen sollte.
Ein Body-Horror von einer Frau gedreht? Eine total tolle Kombo! Er gibt auch zu überlegen was mit unserer heutigen Gesellschaft nicht stimmt.
8/10 Punkte