VIDEODROME (1983) Universal

Ich und der Film

Max Renn leitet „Civic Tv“, einen privaten Fernsehsender und immer auf der Suche seinen Sensationsdurst zu stillen. Der Piratensender „Videodrome“ erweckt mit seinen gewaltpornografischen Inhalten seine Aufmerksamkeit. Er versucht die Herkunft dieses Senders zu finden und trifft dabei auf die Radiomoderatorin Nikki Brand, die seine masochistische Gespielin wird. Nachdem sie spurlos verschwindet, rückt Videodrome wieder näher. Dieser Sender verführt seine Zuschauer, manipuliert sie und schließlich verlieren sie den Bezug zur Realität.

„Guck nicht so viel Fernseh, sonst kriegst du ganz eckige Augen!“

Diesen Satz kennen wohl viele Menschen. In Realität , ist der Fernseher nicht nur ein Bestandteil des normalen Lebens, sondern wird quasi als Erweiterung des Menschen gesehen. Dieser viereckige Apparat hat Macht über die Massen, er verführt, manipuliert unsere Köpfe und macht süchtig. Videodrome nutzt diese Macht für seine diabolische Zwecke, zeigt uns, wie sehr unser Erleben und Verhalten von Medien beeinflusst und getrübt wird.

Hier mal wieder ein Meisterwerk von einem Meisterregisseur. David Cronenberg hat am Anfang seiner Karriere mit Horrorfilmen experimentiert und dadurch ein neues (leider ausgestorbenes) Genre erfunden. Den Bodyhorror. Ziemlich Gore- und Sadomasolastig, ein toller Sci-fy Schocker der zum Nachdenken anregt. Und seit März 2018 vom Index gestrichen!

Mit 89 Minuten eher für einen kurzen Filmabend gedacht, möchte der Film zum „Nachdenken“ anregen. Das anregen ist aber schnell vorbei weil man gleichzeitig aufmerksam sein muss um die Handlung zusammen zu finden. Man muss ihn mindestens zweimal gucken. Die Effekte sind etwas trashig, er ist halt etwas älter. Wer auf Horror ohne CGI steht, also Oldschool, wird mit diesem Film definitiv Spaß haben!

6/10 Punkten

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