ANTIKÖRPER (2006) Kinowelt

Ich und der Film

Das Gute ist das Böse daran

Gabriel Engel ist ein Serienkiller. Mit einem besonderen Fetisch: Kinder. Seine grauenvolle Mordserie findet vorerst ein Ende als er nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei geschnappt wird. Das Ende? Noch lange nicht. Denn das Grauen hat erst angefangen. In einem kleinen idyllischen Dorf, das unter dem Schutz des Dorfpolizisten und Bauer Michael Martens steht, wird eine bestialisch zugerichtete Mädchenleiche gefunden. Aber wer ist der Mörder? Der tiefgläubige Christ Martens trifft auf den Personifizierung des Teufels mit dem Namen Gabriel Engel. Dabei stößt er an seine psychischen Fähigkeiten, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen allmählich.

Der Kampf zwischen Gut und Böse ist der Älteste Kampf, der den Menschen bekannt ist. Aber was ist, wenn man nicht mehr differenzieren kann was Gut und was Böse ist? Wenn die sonst so klaren Linien sich in verschiedene Facetten der Grautöne verlaufen?

Ein deutscher Thriller. EIN DEUTSCHER THRILLER! Kein Scheiß Sonntag-Abend-Tatort sondern ein ekelhafter, dreckiger, vulgärer allerdings wahnsinnig intelligenter Thrill. Mit bekannten deutschen Schauspielern, starken Bildern und knackigen Dialogen. Christian Alvart wusste genau worauf bei seinem Erstlingswerk ankommen sollte.

Mit 122 Minuten ist dieser Schinken nichts für einen kurzen Abend. Er ist schwer, man braucht viel Zeit und er fordert die volle Aufmerksamkeit. Aber dies lohnt sich da das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Martens und Engel grandios ist. Nach mehrmaligem schauen verliert er nicht an Intensität, im Gegenteil, man findet immer weitere Details, die das grausame Puzzle weiter zusammen setzen.

8/10 Punkten

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