FUNNY GAMES (1997) Concorde

Ich und der Film

„Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar. Ich gebe der Gewalt zurück was sie ist: Schmerz, eine Verletzung anderer!“ – Michael Haneke, Regisseur

Und damit geht es nahtlos weiter, denn Funny Games lässt keine Zeit zum Atmen. Eine kleine Familie macht Urlaub an einem See. Klingt nach wundervoll kitschiger Spießer Tätigkeit…ist es aber nicht. Mann und Sohn basteln fleißig an einem Segelboot um auf See zu stechen, Frau steht am Herd und bereitet das Abendessen vor. Plötzlich klingeln es und zwei Jungen stehen an der Tür. Ein Spiel beginnt, was die Familie nicht bis zum Morgengrauen überleben wird.

Eiskalte, kompromisslose 104 Minuten, die selbst hartgesottene Gorehounds und Thrillerfreaks schockieren werden. Der Film ist unerträglich. Aber nicht weil er so scheiße ist, sondern weil er so verdammt gut und atmosphärisch so dicht ist, dass man mit der unschuldigen Familie Mitgefühl entwickelt. Man WILL einfach das sie überleben und den grausamen Folterungen der stets höflichen Jungen entkommen können. Aber dem ist nicht so. Am Ende breitet sich ein unendliches Gefühl von trauriger Leere in einem aus.

2007 kam eine Szene-zu-Szene Neuverfilmung von Funny Games raus. Er heißt Funny Games U.S. und wurde wieder von Haneke gedreht, um seine Schauerprosa auf die breite Masse loszulassen. Alle Bilder und alle Dialoge sind gleich geblieben, nur das Cast ist Amerikanisch.

Ich persönlich habe beide Versionen von dem Film geguckt. Ist wirklich eine 1 zu 1 Kopie also ist es egal welchen man holt. Man schaut den Film einmal, findet ihn gut,aber man sieht ihn sich keine zweimal an. Denn dann geht der Schockeffekt flöten und dann sieht man leider Gottes, einen Film der Weder Sinn noch Verstand hat.

7/10 Punkten

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